Posts mit dem Label Psychothriller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Psychothriller werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 6. Juni 2026

Rezension zu "Ohne Ausweg" von Stefan Zeh

Mögt ihr Escape Rooms? 
Habt ihr starke Nerven? 
Kann euch nichts Angst machen? 
Dann lest dieses Buch, vielleicht ändert ihr eure Meinung,



Buchdetails

Ausgabe: eBook

Erscheinungsdatum: 19.02.2026

Umfang: 231 Seiten

Verlag: dp Verlag


Mit "Ohne Ausweg" hat Stefan Zeh einen Thriller geschaffen, der mich von der ersten Seite an gepackt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen hat. Man wird sofort mitten ins Geschehen geworfen, der Spannungsbogen geht gleich hoch und bleibt durchgehend auf einem unglaublich hohen Niveau.

 

Besonders gefallen hat mir der flüssige und fesselnde Schreibstil. Die kurzen Kapitel sorgen zusätzlich dafür, dass man förmlich durch die Seiten fliegt und das Buch kaum aus der Hand legen kann.

 

Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Wir begleiten zwei 11-jährige Jungen bei einer gefährlichen Mutprobe in einem Lost Place. Dann erleben wir, wie fünf ehemalige Schulfreunde gemeinsam einen Escape Room in einem unheimlichen und verlassenen Sanatorium besuchen. Die Kapitel wechseln geschickt zwischen den beiden Geschichten hin und her und sorgen so für permanente Neugier und Spannung.

 

Die Rätsel im Escape Room werden von Runde zu Runde anspruchsvoller und vor allem gefährlicher. Schnell wird klar, dass hier weit mehr auf dem Spiel steht als nur der Stolz der Teilnehmer. Die Ereignisse nehmen immer düsterere Ausmaße an, sodass dieses Buch definitiv nichts für schwache Nerven ist. Besonders beklemmend finde ich die Szene mit dem Schwimmbecken. Hier läuft es mir eiskalt über den Rücken

 

Die Handlung ist unvorhersehbar aufgebaut ist. Immer wieder werden neue Hinweise eingestreut, während sich die einzelnen Puzzleteile langsam zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Gerade wenn man glaubt, die Zusammenhänge erkannt zu haben, schlägt die Geschichte eine neue Richtung ein. Der gelungene Plot Twist am Ende rundet das Ganze perfekt ab und sorgt für einen starken Abschluss.

 

Auch das Setting trägt enorm zur Wirkung des Thrillers bei. Das verlassene Sanatorium ist atmosphärisch dicht und anschaulich beschrieben. Die düsteren Gänge, die geheimnisvolle Vergangenheit des Gebäudes und die beklemmende Stimmung kann ich mir jederzeit lebhaft vorstellen. Die Atmosphäre ist durchgehend bedrückend und sorgt immer wieder für echtes Gänsehautfeeling.

 

"Ohne Ausweg" ist ein packender, nervenaufreibender Thriller mit einer düsteren Atmosphäre, clever aufgebauten Rätseln und überraschenden Wendungen. Wer spannende Geschichten mit Escape-Room-Elementen, geheimnisvollen Schauplätzen und einer gehörigen Portion Nervenkitzel liebt, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Für mich war es ein absoluter Pageturner!


Montag, 4. April 2022

Rezension zu "Engelchen stirb" von Leonie Haubrich

Gänsehautfeeling pur!!! berührende und spannende Geschichte



Buchdetails

Ausgabe: Taschenbuch

Seitenanfang: 256 Seiten

Verlag: Independently published

Erscheinungsdatum: 11.02.2022


★★★★★





*Klappentext (übernommen)*

Wenn das Undenkbare passiert, musst du Wege finden, die du früher nie gegangen wärst. Viel Zeit bleibt dir nicht …
Der kleine Liam verschwindet spurlos, als Sarah sich um ihn kümmert. Kurz darauf wird ihre eigene Tochter Mia entführt. Anstatt die wahren Täter zu suchen, verdächtigt die Polizei Sarah. So begibt sie sich allein auf die Jagd nach skrupellosen Kriminellen, für die Angst, Schmerz und Tod zum Alltag gehören.
Was hat sie getan, dass das Grauen so unvermittelt in ihr Leben eingezogen ist?

 

*Meine Meinung*

"Engelchen stirb" von Leonie Haubrich ist ein megaspannenden Thriller, der mich sehr gefesselt hat. Das Cover finde ich wieder richtig gut gelungen. Mir gefällt die Finsternis und die Tristes. Ein kleines Mädchen auf einer roten Schaukel umgeben von grauen Schatten und kargen Bäumen, einfach zum Gruseln. Das Cover verspricht eine Spannung, die auch gehalten werden kann.

Ich mag den Schreibstil der Autorin, er ist spannend und fesselnd. Schon nach wenigen Worten war ich in der Geschichte und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Gänsehautfeeling pur!!!

Leonie Haubrich erzählt die Geschichte aus drei Sichten, Sarah, ihrem Mann Sebastian und ihrer Freundin Charlie. Das finde ich gut, denn so bin ich nah dran an den Charakteren, spüre deren Gefühle und kann besser nachvollziehen, warum sie bestimmte Dinge machen. Die Geschichte um Sarah, Mia und Liam berührt mich sehr.

 

Die Charaktere sind facettenreich und authentisch. Sarah ist Frau, die in ihrer Not entdeckt, wie stark sie eigentlich ist. Ihre Not ist greifbar und ich habe sehr mit ihr gelitten. Charlie ist irgendwie undurchsichtig, ich war ihr gegenüber echt skeptisch. Ob ich recht habe oder nicht, müsst ihr selbst nachlesen. Sebastian ist gewalttätig und manipulativ. Kann Sarah ihm entkommen? Wird sie Liam wieder finden? Kann sie dem Grauen entkommen? Alles Fragen, die mich beim Lesen begleitet haben.

 

*Fazit*

 "Engelchen stirb" ist ein megaspanneder Thriller mit Gänsehautfeeling. Hier ist neben einer fesselnden Geschichte und interessanten Charakteren, eine düstere Atmosphäre geschaffen worden. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

 

Ich möchte mich bei der Autorin Leonie Haubrich bedanken, die mir das Taschenbuch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Das hat meine Meinung nicht beeinflusst.

Sonntag, 23. Mai 2021

Rezension zu "Trauma" von Angélique Mundt

Spannender Thriller, wem kann man trauen?




Buchdetails

Ausgabe: Taschenbuch

Seitenanfang: 352 Seiten

Verlag: btb

Erscheinungsdatum: 13.04.2021


★★★★★




*Klappentext (übernommen)*

'Nur weil ich die Abgründe kenne, kann ich darüber schreiben.' - Angélique Mundt

Leila wacht auf, und ihr Leben ist nicht mehr dasselbe. Wie ist sie an diesen Ort geraten, in dieses Bett, in diese Psychiatrie? Erinnerungen mischen sich mit Ahnungen, sie hat Angst, sie weiß nicht mehr, wer sie wirklich ist. Wann ist ihr Traum zum Alptraum geworden? Und was hat sie wirklich getan?

 

*Meine Meinung*

"Trauma" von Angélique Mundt ist ein extrem spannender Thriller, der mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Der Schreibstil der Autorin ist spannend, abwechslungsreich und absolut nicht vorhersehbar. Gerade der Anfang mit seinen kurzen und prägnanten Sätzen hat mich ins Buch gezogen. Angélique Mundt beschreibt die Geschehnisse in der geschlossenen Abteilung sehr authentisch und anschaulich, kein Wunder… sie weiß, wovon sie spricht. Sie ist Psychotherapeutin und hat lange in der Psychiatrie gearbeitet. Auch ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Team der DRK-Krisenintervention ist bei dem Blick in die menschliche Abgründe von Vorteil. Diverse Wendungen erhöhen die Spannung zusätzlich. Die Atmosphäre im Buch ist durchgehend angespannt, in der geschlossenen Abteilung ist sie spürbar bedrückend und hat mich in den Bann gezogen.

 

Mit ganz viel Empathie hat die Autorin ihre Charaktere ins Leben gerufen. Sie sind lebendig und facettenreich. Leila Galayan wacht in der Psychiatrie auf und weiß nicht, was passiert ist. Ihre Hilflosigkeit und ihre Zweifel an sich selbst sind richtig gut beschrieben, ich kann mich schnell in sie hineinversetzen. Irgendwie kann Leila sich nicht vorstellen, dass sie das getan haben soll, was ihr die Polizei anlastet. Trotzdem stellt sie sich immer wieder die Frage, ob sie nicht doch der Täter ist. Die Psychologin Dr. Valentina Freytag will ihr helfen und überredet sie zu einer Therapie auch gegen den Willen von Leilas Mann Nicolai. Nach und nach kommen die Erinnerungen zurück, doch sind sie wirklich real? Kann Leila ihren Erinnerungen trauen?

Und auch die anderen Charaktere in der geschlossenen Abteilung sind gut ausgearbeitet. Es sind Menschen wie du und ich, einziger Unterschied sind die psychologischen Probleme, bzw. die erkrankte Seele und der Wunsch geheilt zu werden. Das hat mir besonders gut gefallen.

 

*Fazit*

"Trauma" ist ein absoluter Pageturner mit einem spannenden Fall und authentischen Setting. Mir hat es gefallen in diese Welt einzutauchen, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Geschichte von Leila hat mich sehr berührt. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne.

 

Mein Dank gilt Angélique Mundt, die mir das Taschenbuch als Rezensions-Exemplar zur Verfügung gestellt hat. Das hat keinen Einfluss auf meine Meinung.

Mittwoch, 12. August 2020

Rezension zu "Die Totensammlerin" von Leonie Haubrich



 

Buchdetails

Ausgabe: Taschenbuch

Seitenanzahl: 252 Seiten

Verlag: BoD – Books on Demand

Erscheinungsdatum:21.07.2020

★★★★★

 

Spannender Thriller, eine Frau wacht aus dem Koma auf und ihr fehlen die letzten drei Jahre

 

*Klappentext (übernommen)*

Yvonne wird beinahe von einem Zug überrollt. Ohne Erinnerung wacht sie schwer verletzt im Krankenhaus auf. War es ein Unfall, ein Suizid- oder gar ein Mordversuch? Warum verheimlicht ihr Mann, dass sie erfolgreiche Reisebloggerin und Journalistin war, die sich mit dem Thema Lost Places beschäftigt hat? Warum will er ihr weismachen, sie sei eine zufriedene Hausfrau gewesen? Und vor allem: Warum meldet sich ihre Tochter nicht? Wo sind all die Menschen geblieben, die sie einmal geliebt hat?

Yvonne begreift, dass sie auf sich allein gestellt ist. Sie muss die alten Gemäuer betreten, über die sie früher mit Begeisterung geschrieben hat und die sie nun schaudern lassen.

Doch wem kann sie trauen, wenn sie nicht mal sich selbst traut?

 

*Meine Meinung*

"Die Totensammlerin" von Leonie Haubrich ist ein spannender Thriller, bei dem man sich immer wieder fragt, ob man seinen Sinnen und seiner Intuition glauben darf. Es muss schrecklich sein, in einem Krankenhaus aufzuwachen und sich nicht an die letzten drei Jahre erinnern zu können. Dies ist Yvonne passiert, bei einem Unfall hat sie ein Bein und einen großen Teil ihrer Erinnerungen verloren.

Zu Hause angekommen, fühlt sich nichts richtig an. Verheimlicht ihr Mann ihr etwas? In kleinen Rückblenden erfährt der Leser mehr aus Yvonnes Leben.

Diese Unwissenheit und auch Unsicherheit kann ich förmlich spüren. Dadurch kann ich mich sehr gut in Yvonne hineinversetzen. Die ganze Zeit habe ich eine gewisse Bedrohung ihr gegenüber gefühlt. Das alles erhöht die Spannung beim Lesen.

Nach und nach kämpft sich Yvonne ins Leben zurück und versucht die letzten Jahre nachzuvollziehen. Ich bewundere sie, für ihre Stärke und Willenskraft.

 

Erwähnenswert sind auch die Lost Places, die hier eine gewisse Rolle spielen. Leonie Haubrich hat diese wunderbar authentisch und detailgetreu beschrieben, so dass gleich Bilder in meinem Kopf entstehen.

 

*Fazit*

Diesen spannenden Thriller mit einem überraschenden Ende kann ich jedem empfehlen, der sich angesprochen fühlt. Mir hat das Buch eine spannende Lesezeit beschert. Von mir gibt 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.